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Das ändert sich 2018 rund ums Haus

Zum Jahreswechsel nutzt der Gesetzgeber die Möglichkeit, Gesetzesänderungen oder neue Vorschriften in Kraft treten zu lassen. Wichtige Änderungen ab 01.01.2018, rund ums Haus, finden Sie im Überblick und bieten eine grobe Orientierung, worauf sich Verbraucher einstellen müssen.

 

Außerbetriebnahme: Kaminöfen mit einem Baujahr vor 1984

Kaminofen mit einer Typprüfung vor 1984 dürfen ab dem 01.01.2018 nicht mehr in Betrieb genommen werden, sofern noch kein Feinstaubfilter nachgerüstet worden ist. Es besteht eine Nachrüstpflicht, ansonsten muss der Ofen leider stillgelegt werden.

Fakten schnell erfasst:

  • Betrifft Öfen vor 1984
  • Nachrüstpflicht Feinstaubfilter
  • Nachprüfung durch Schornsteinfeger notwendig
  • Stilllegung ohne Nachrüstung

Es jedoch Ausnahmen für bestimmte Öfen:

  • fest eingebaute Öfen, Baujahr vor dem 22.03.2010
  • Kaminöfen, die wenig betrieben werden (Gemütlichkeit statt heizen)
  • Öfen vor 1950 sind nicht betroffen, sofern sie am Ursprungseinbauort befinden. Sie sind historisch.

Quelle: Bundesimmissionschutzverordnung (BImSchV)

 

Neues Bauvertragsrecht – mehr Rechte für Bauherren

Das neue Bauvertragsrecht gilt ab ersten Januar 2018. Es enthält wesentliche Änderungen für Verbraucher.

Private Bauherren dürfen zukünftig den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Den Unternehmer wird auferlegt, über dieses Recht umfassend und korrekt aufzuklären, ansonsten läuft die Frist sogar ein Jahr und 14 Tage.

Zudem muss künftig jede Handwerksarbeit mit einer konkreten Baubeschreibung versehen werden, die auch einen konkreten Fertigstellungstermin beinhaltet. Steht dieser bei Vertragsabschluss noch nicht fest, muss stattdessen die Dauer der Bauarbeiten benannt werden. Dadurch entsteht eine Haftung für den Bauverzug des Bauunternehmers und damit für mögliche entstehende Folgekosten.

Abschlagszahlungen

Abschlagszahlungen dürfen nur dem Baufortschritt entsprechen. Vorauszahlungen dürfen bis höchstens 90 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung vorab als Abschlagszahlungen in Rechnung gestellt werden. Damit soll der Verbraucher mehr Sicherheit für die Fertigstellung des Bauvorhabens erhalten.

Abnahme

Neu geregelt wurde auch die Abnahme: Das Bauwerk gilt zukünftig als abgenommen, wenn sich der Auftraggeber innerhalb eine gesetzten Frist nicht dazu äußert. Das gilt auch dann, wenn das Werk mit Mängeln behaftet ist oder gar wesentliche Mängel an der Art der Ausführung bestehen.

Aus diese Regelung muss hingewiesen werden.

Förderantrag für Heizanlage muss vor Auftragsvergabe gestellt sein

Alle Bauherren, die 2018 ihr Haus mit einer Solaranlage, Wärmeanlage oder Pelletheizung modernisieren wollen und dafür einen Zuschuss bei der BAFA beantragen, müssen unbedingt folgendes beachten:

  • Antragstellung vor Beauftragung der Leistungen
  • Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden
  • Abwarten, bis der Antrag bei der BAFA eingegangen ist.

Das bedeutet, sie dürfen das Angebot vom Heizungsbauer einholen, allerdings vor Antragseingang bei der BAFA nicht beauftragen.

 

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