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Vergünstigte Umsatzsteuer für das Legen eines Hauswasseranschlusses

Schon in Jahr 2008 haben der Bundesfinanzhof (BFH) und auch der Europäische Gerichtshof entschieden, dass für das Legen eines Hauswasseranschlusses derselbe Umsatzsteuersatz von 7v.H. gelten müsse wie für die Lieferung des Wassers selbst.

Die Finanzverwaltung folgte den Urteilen bisher nur, wenn der Hauswasseranschluss durch das Wasserversorgungsunternehmen gelegt worden ist.

Gegen diese Vorgehensweise hatte ein Tiefbauunternehmer geklagt, der für seine Kunden Hauswasseranschlüsse zwischen dem öffentlichen Trinkwassernetz zum Gebäude herstellt.

Der Bundesfinanzhof gab dem Unternehmer am 07.02.2018 Recht. Für die Höhe des Steuersatzes ist es unerheblich, wer den Trinkwasseranschluss legt. Deshalb gilt auch für das Legen oder Erneuern durch einen Bauunternehmer der vergünstigte Steuersatz von 7. v.H.

Grundstückseigentümer, die vom Bauunternehmer Rechnungen für den Hauswasseranschluss über 19 v.H. erhalten haben, haben jetzt einen Anspruch auf Rechnungsberichtigung und Erstattung der Zuviel gezahlten Umsatzsteuer.

Das Urteil finden Sie hier: BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.2.2018, XI R 17/17

 

Das sollten Sie jetzt tun:

Prüfen Sie Ihre Rechnung für den gelieferten Hauswasseranschluss und bitten Sie den Handwerksbetrieb um eine Korrektur der Rechnung und um Erstattung des Zuviel bezahlten Betrages

Hinweis: Wir erbringen keine Steuerberatung. Bitte stimmen sie Ihr Vorgehen vertrauensvoll mit Ihrem Steuerberater ab.

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